Adieu Ausbesserungswerk

Wie die BNN heute schreiben, wird mit dem Kesselhaus das letzte große Gebäude des Ausbesserungswerks derzeit abgerissen, damit es Platz gibt für den City Park mit 2.500 Wohneinheiten.

Ein Archivbild von Juli 2006

Eine Idee für den verbleibenden Wasserturm hätten wir auch: Falls die umliegenden Häuser nicht allzu hoch werden, was zu hoffen ist, wäre doch eine nächtliche Beleuchtung wie beim Wasserturm in Willich (bei Viersen) ganz nett:

Wasserturm Willich

Geschrieben am 26.04.2008 von Beate P. / Kommentare

Flashmob in Karlsruhe geplant

Die ersten Flashmobs kamen so um 2003 auf. Eigentlich dachte ich, das wäre Geschichte, aber es gibt jetzt Leute, die einen Flashmob in Karlsruhe planen. Wer mitmachen will: Freddy Müller freut sich sicher.

Update: für den 14.6.2008 ist ein weiterer Flashmob geplant.

Geschrieben am 14.04.2008 von Beate P. / Kommentare [1]

Rom in Karlsruhe

Seit dem 6. April laufen in der Fächerstadt die 19. Europäischen Kulturtage unter dem Motto »Rom«. Die ewige Stadt wird bis zum 26. April in einer Vielzahl kultureller Genüsse unterschiedlichster Coleur – von der Ausstellung »Friedrichs Weinbrenners Weg nach Rom« im Prinz-Max-Palais über »Pier-Paolo Pasolini und die Begründung eines Traums« bis hin zum klassischen Programm Theater und Oper – zum Thema.

Die Europäischen Kulturtage haben (Zitat)

»[…] es sich zur Aufgabe gemacht, die gemeinsamen kulturellen Wurzeln Europas aufzuspüren, verbindende und gegensätzliche Entwicklungen zu erforschen und deren Einfluss auf unser heutiges Europa aufzuzeigen. Die Darstellung von Ländern, Städten und Regionen ist dabei ebenso Gegenstand der Europäischen Kulturtage wie die Beschreibung von Epochen und die Aufarbeitung von Sachthemen.
Bereits im Jahr 2003 entstand die Idee, im Rahmen der Europäischen Kulturtage die geistesgeschichtliche Trilogie der ›drei Roms‹ über die verschiedenen Kunstsparten darzustellen. Was 2004 mit Istanbul, dem ›zweiten Rom‹ am Bosporus, begann und 2006 mit dem ›dritten Rom‹ Moskau fortgesetzt wurde, findet nun mit der faszinierenden Kulturmetropole und Kapitale Italiens 2008 einen glanzvollen Abschluss.«

Weitere Informationen findet man auf der Website, wo es auch das Gesamt-Programm als PDF gibt.

Geschrieben am 11.04.2008 von Ralf G. / Kommentare

art Karlsruhe

art Karlsruhe

Am letzten Wochenende fand die sechste Auflage der art Karlsruhe, der internationalen Messe für Moderne Kunst, in den weitläufigen Arealen der Neuen Messe statt. Das ist, wenn man den Feuilletons der Republik glauben darf, schon eine durchaus erstaunliche Leistung. Es gab ähnliche Versuche in anderen deutschen Städten, die nach der ersten Auflage ein ruhmloses Ende nahmen.

art Karlsruhe - Güldener Kitsch

Was gab es zu sehen? Werke vom großartigen Meisterwerk bis zum schlimmen güldenen Kitsch (siehe oben) vereinigten sich zu einem bunten Miteinander. Auch als »nur so Gucker«, dem zum Erwerb toller Werke das passende Konto fehlt, hatte man seinen Spaß. Den wüst geparkten exorbitant teuren Limousinen auf dem Messeparkplatz nach zu urteilen, wechselte sicher auch das eine oder andere teure Werk den Besitzer und bereichert nun die Sammlung. Darüber spricht man aber nicht in den Messehallen, Diskretion prägt auch den Kunst-Dealer. ;-)
Mit 38.000 Besuchern wurde nach Angaben des Veranstalters ein neuer Besucherrekord aufgestellt. Darum darf man zuversichtlich sein, dass wir 2009 eine siebte Auflage in der Fächerstadt erleben werden.

Peinlicher Kotau

Ein weniger glückliches Händchen hatte das Kuratorium bei der Auswahl des Partnerlandes. Vor dem Emir aus Schardscha, einem Machthaber aus einer moslemischen Diktatur, warf man sich mit quadratmetergroßen Plakaten verbal in den Staub, indem man ihn mit »Seine Hoheit« anredete. Ohne Freiheit kann es keine Kunst geben. Und gerade in diesen Zeiten sich dann unterwürfig gegenüber einem Potentaten aus einem Land, wo man für »unislamisches Verhalten« den Rohrstock bekommt und von Freiheit für Kunst überhaupt keine Rede sein kann, zu verhalten und ihm ein gewaltiges Areal für die Ausstellung von harmlosen orientalischem Kitsch zur Verfügung zu stellen, zeugt von wenig Sensibilität gegenüber den Gefahren, die sich die Freiheit der Kunst im Würgegriff der religiös motivierten Intoleranz ausgesetzt sieht.

Geschrieben am 04.03.2008 von Ralf G. / Kommentare [2]

Tullabad von unten - und Abschied

Die Tage des Tullabads sind gezählt, genau gesagt sind es noch 2,5. Am kommenden Freitag findet dort bei freiem Eintritt das Kehrausschwimmen statt, für 19 Uhr haben die Vereine eine Wassersport-Performance geplant. Das war ein Tipp des Bademeisters, wir waren heute zu dritt dort und durften letzte Bilder fürs Stadtwiki machen, ein paar wenige gibt es schon bei flickr da werden aber noch mehr kommen.

Dabei waren auch die „heiligen Bereiche” nicht sicher vor uns, wir durften auch im Heizungskeller durch das Bullauge schauen:

Tullabad von unten

Geschrieben am 27.02.2008 von Beate P. / Kommentare [3]

Filmtournee in Karlsruhe

Seit gestern Abend macht die Filmtournee »ueber morgen« in Karlsruhe halt. Im Rahmen des Projekts dieGesellschafter werden 13 verschiedene Filme mit lokalen Filmpartnern in der Schauburg gezeigt. Ein Film z.B. heißt „A Scanner Darkly – Der dunkle Schirm” und beschäftigt sich mit dem gerade sehr aktuellen Thema des Überwachungsstaates. Eine Übersicht, wann welche Filme gezeigt werden, gibt’s auf der Seite der Gesellschafter.

Geschrieben am 23.02.2008 von Beate P. / Kommentare [1]

Neue Kulturreferentin in Karlsruhe - Wird Karlsruhe Weltkulturhauptstadt?

Vor eineinhalb Wochen fand das erste Karlsruher Kulturfrühstück in diesem Jahr statt, Frau Dr. Susanne Asche stellte sich den Kulturschaffenden vor.

Frau Dr. Susanne Asche, die seit dem 1. Januar das Kulturamt leitet, stellte sich in der „Krone“ beim vom Kulturamt organisierten Kulturfrühstück der Öffentlichkeit vor. Das Interesse, die neue Kulturreferentin kennenzulernen, war für Kulturfrühstücksverhältnisse sehr groß. Über 70 Kulturinteressierte aus Kulturbetrieben der Soziokultur, Hochkultur, Künstler und einige Kulturpolitiker durften gespannt sein, was Frau Dr. Asche bei ihrer Vorstellung vorzubringen hatte.

Nach den einleitenden Worten von (Noch)Kulturbürgermeister Eidenmüller, bei dem man den Eindruck bekommen konnte, dass er es bedauerte, nicht noch länger mit Frau Dr. Asche zusammenarbeiten zu dürfen, sprudelte es geradezu nur so aus ihr heraus, wie sie sich die „neue“ Kultur in Karlsruhe vorstellen könnte. Doch war wirklich Neues dabei?

Karlsruhe sei eine Stadt von hoher Kulturdichte, hoher Kulturqualität, ein vielstimmiger Chor der Kulturszene herrsche hier. Der Künstlerszene müsse man es ermöglichen, kreativ zu sein. Waren diese das vorher nicht? Und, jetzt kommt’s: Karlsruhe sei die Kulturmetropole, die weit in die Welt strahlt. Von Europa keine Rede mehr. Man hat sich anscheinend nach dem Scheitern zur europäischen Kulturhauptstadt davon verabschiedet. Die Welt ist nun dran. Verständlich im Zeitalter der Globalisierung. Vielleicht plant die Uno ein Pendant, eine Ausschreibung zur Weltkulturhauptstadt, bei der sich Karlsruhe bewerben will?

Nach Frau Dr. Asches kultureller Ist-Analyse, versuchte sie zu beschreiben, wie sie die Kultur in Karlsruhe zukünftig voranbringen will. Wie könne man die geballte Kultur in einem(!) Bereich nach außen bringen. Dabei sollen die bildenden Künste der Schwerpunkt sein, wobei sie später relativierte, dass es sich nur um einen Schwerpunkt handeln soll. Andere Schwerpunkte nannte sie nicht. Und wie soll das aussehen? Alle drei bis vier Jahre die bildende Kunst zu einem Thema zusammenführen. Diese dann, wie auch immer, als Leuchtturmprojekte präsentieren, wobei aber alle Kultursparten teilnehmen sollen. Aber nur, wenn sie gut sind. Alles klar? Die Begriffe Biennale und Triennale fielen in diesem Zusammenhang. Und warum gerade die bildende Kunst? Straßburg stünde für Musik, Stuttgart für Tanz, und Karlsruhe eben für die bildende Kunst. Das würde doch hervorragend passen. Passt es gerade, weil andere Städte der Region diesen Kulturschwerpunkt anscheinend nicht haben, oder weil Karlsruhe wirklich mit der bildenden Kunst in der Welt wuchern kann?

Frau Dr. Asche sei prädestiniert aus der Kraft der Identität der Stadt, Kultur entwickeln zu können, so Bürgermeister Eidenmüller in einer Zwischenbemerkung. Hoffentlich sieht das der oder die Nachfolger(in) Eidenmüllers auch so. Ideen zu haben, ist eine wichtige Voraussetzung Kulturreferentin zu sein. Wie und ob sie umgesetzt werden, ist die viel spannendere Frage. Interessant wird sein, wie sie erstens den Gemeinderat mit ihren Ideen überzeugen will. Denn er entscheidet über potentielle Haushaltsmittel. Hier sprach übrigens Frau Dr. Asche nur von einer Umschichtung der Haushaltsmittel. Zweitens: Wie ihre Vorstellungen mit denen des zukünftig neuen Kulturbürgermeisters oder -in übereinstimmen. Und drittens: Wie sie die geballte Kultur in Karlsruhe an einen Strang bekommen will.

Wenn sie es dann noch schafft, bei Ihrem nächsten öffentlichen Auftritt, nicht nur die städtischen und Landeskulturinstitutionen zu erwähnen, sondern auch mal ein Wort zur Soziokultur, Popkultur und Clubkultur zu sagen, dann hat Frau Dr. Asche mit ihrer selbstbewussten und agilen Art große Chancen, im Interesse aller Kulturschaffenden etwas zu bewegen. Warten wir es ab, ob ihr das gelingen wird.

Geschrieben am 04.02.2008 von Swen Kraus / Kommentare [4]

Bildungsverein Region Karlsruhe wurde gegründet

Logo BvRK - Keine freie LizenzVor 10 Tagen wurde der neue „Bildungsverein Region Karlsruhe” gegründet, der in Zukunft das Stadtwiki Karlsruhe fördern wird, aber auch weitere Stadtwiki-Projekte angehen wird. So ist u.a. eine französische Ausgabe des Stadtwikis Karlsruhe geplant (hierzu werden noch Muttersprachler gesucht). Aber auch andere Projekte können durch diesen Verein realisiert werden: Förderung von Freien Inhalten (so genannter „Open Content“), Wikis in Schulen, eine Schriftenreihe soll herausgegeben werden und vieles andere mehr. Wichtig dafür ist eine Geschäftsstelle bzw. ein „Bildungsladen”, der aber erst angemietet werden kann, wenn die Finanzierung für einen gewissen Zeitraum sichergestellt ist.

Mehr auf der Website (das ist derzeit technisch gesehen noch ein Wiki, wird aber eine normale Website werden), auch Mitgliedsanträge sind hier zu haben: Je mehr Mitglieder, je schneller kommt der Bildungsladen…

(Disclaimer: Ich bin Gründungsmitglied :))

Geschrieben am 20.01.2008 von Beate P. / Kommentare [6]

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