Also doch: Peter Fox

Was morgen erst offiziell verkündet werden sollte, ist jetzt doch schon bekannt: Peter Fox ist der noch fehlende Überraschungsgast am Fest-Sonntag. Also keine Toten Hosen, Placebo, Mando Diao und auch kein U2.

(Grund für die Geheimhaltung war übrigens seine Verpflichtung beim MTV HipHopOpen Minded im Mannheimer Ehrenhof am 18. Juli.)

Geschrieben am 18.07.2009 von Beate P. / Kommentare [1]

Auch in Karlsruhe gilt die 112 als Notrufnummer

Update 14. Juli 2009: Entgegen der Behauptung des DRK-Kreisverbands Karlsruhe, der Stadt- und Landkreis Karlsruhe hätte zusammen mit der Berufsfeuerwehr Karlsruhe eine inoffizielle Vereinbarung mit dem Ministerium für Arbeit und Soziales getroffen – hier bei ka-news nachzulesen – teilte uns dieses heute mit, dass eine solche Vereinbarung nicht existiert.[/update]

Heute läuft eine Frist des Landessozialministeriums ab, die alle Rettungsorganisationen des Landes anweist, bis 1. Juli den Vollzug eines am 4. Mai ergangenen Erlasses zu melden. In dem Erlass weist das Ministerium die Rettungsdienste an, ab sofort nur noch den Euro-Notruf 112 als rettungsdienstliche Nummer zu verwenden und zu bewerben. So muss auf den Fahrzeugen der Rettungsdienste die “112” deutlich angebracht sein. Auch alle Auftritte in Printmedien und im Internet seien anzupassen, schrieb das Ministerium.

Der Kreisverband des Karlsruher Roten Kreuzes (DRK) scheint sich weiterhin gegen die Europa-Notrufnummer wehren zu wollen. Bis heute ist die “112” weder auf den Fahrzeugen, noch Bestandteil von Informationen an die Bevölkerung. Die Internetseite des DRK Karlsruhe bewirbt auch nach der Fristsetzung des Ministerium die umständliche Rufnummer 0721 – 19222, diese fünfstellige Notrufnummer ist aber nur noch als Krankentransport-Ruf erlaubt.

Also: 112. 112. 112. 112.

Geschrieben am 14.07.2009 von Ralf G. / Kommentare [18]

Super Idee.

Die Junge Union Karlsruhe wartet mit der tollen Idee auf, das Europabad zu privatisieren; so könnte man ja Geld im Haushalt planen.

Überall dort, wo private Unternehmer… Dienstleistungen im Auftrage staatlicher Stellen erbringen, sparen nicht nur die Steuerzahler enorme Summen, sondern die Qualität ist ebenfalls in der Regel höher.

Das sieht man sehr derzeit sehr deutlich in Berlin, wo das Verkehrschaos wegen kaputter S-Bahnen perfekt ist. Oder in Großbritannien, wo die Wasserversorgung privatisiert wurde, und viele Personen ihre Wasserrechnungen nicht mehr bezahlen konnten. Oder schauen wir die Post an, die heute alles gerne verkauft, außer Briefmarken, und einen superschlechten Service hat? – Ist das jetzt die angestrebte Politik? Erst für viel Geld was bauen, und hinterher schauen, wie man es wieder los wird?

Geschrieben am 13.07.2009 von Beate P. / Kommentare [25]

Uniformierte Solidarität

Am Dienstag war der Bundeswehrtruck auf dem Marktplatz „zu Gast”. Nicht allen gefiel das, und so wurde ein Smart Mob geplant:

Nimm Kreide mit und komm am Dienstag, 30. Juni kurz vor 17 Uhr auf den Marktplatz, um 17:00 Uhr läßt du dich laut oder leise, theatralisch oder einfach so, auf den Boden fallen, und “stirbst”.
Unbeweglich bleibst du bis 17:02 Uhr liegen. Zu dieser Uhrzeit werden die Glocken vom Rathaus anfangen zu läuten.
Der Beginn des Läutens ist für dich das Signal zum Aufstehen.
Mit der Kreide malst du anschließend (d)einen Körperumriss auf den Boden und verschwindest im Getümmel.

Doch nicht nur die Smart Mobber waren vor Ort, sondern auch Uniformierte, die die Personalien von anwesenden Mitbürgern aufnahmen, wie Jörg Rupp schreibt. Er war auch dort und hat gar sonderbare Dinge zu berichten:

Ich ging zum Einsatzleiter und wollte von ihm wissen, was denn der Anlass für eine solche Kontrolle wäre. Denn der §26 Polizeigesetz gibt das ja nicht her…Man gab mir keine Auskunft, verlangte statt dessen nach einem Wortwechsel von mir die Personalien. Da ich diese nicht einfach preisgab, wurde ich von zwei Polizisten rechts und links am Arm gepackt, zur Seite geführt, an die Rathauswand gestellt und musste die Handflächen gegen die Wand drücken.

Und es geht noch weiter, am besten selbst lesen und den Kopf schütteln, was in einem „Rechtsstaat” scheinbar alles möglich ist.

Nachtrag Die Freien Wähler Karlsruhe (die jetzt übrigens wieder ohne „Bürger für Karlsruhe” auftreten) haben ein gutes Video online.

Geschrieben am 30.06.2009 von Beate P. / Kommentare [12]

Auf zur Demo für Jugendkultur

Am kommenden Freitag wird es nun statt der offiziellen Intel Friday Games Night eine Demonstration für Jugendkultur geben. Der Demomarsch beginnt offiziell um 18 Uhr am Stephansplatz.

Macht alle mit, auch wenn ihr jetzt nicht unbedingt großer Fan der Computer-Spielerei seid. Denn es geht darum, ein Zeichen gegen die Neigung der so genannten »Volksparteien« zu setzen, alles das, was sie selbst kulturell nicht verstehen oder sich als Problem einbilden, aus purem Aktionismus oder aus populistischen Wahlkampfmotiven zu verbieten. Das ist ja kein Einzelfall, »Verbieten, Überwachen, Verbieten, Bestrafen, Verbieten, Verbieten, Verbieten« ist die dominierende Leitlinie im Umgang mit Erscheinungen der Jugendkultur und was sie dafür halten. Darum ist es an der Zeit, mal ein Zeichen zu setzen, mit einer gut besuchten Demo am Freitag.

Inzwischen hat SpiegelOnline noch einen netten Artikel über die ganze Posse: Schließbefehl für Counter-Strike.

Geschrieben am 03.06.2009 von Beate P. / Kommentare

„Intel Friday Night Game” abgesagt

Da haben die Politker nun erreicht, was sie wollten: der Veranstalter, Turtle Entertainment, hat die für den 5. Juni angekündigte Intel Friday Night Game in Karlsruhe abgesagt.

In abschließenden Gesprächen gestern und heute Morgen mit Oberbürgermeister Heinz Fenrich haben wir uns deshalb darauf verständigt, von unserem Vertragsrecht Abstand zu nehmen und die Veranstaltung abzusagen. In der technologiefreundlichen Stadt Karlsruhe, in welcher auch das Bundesverfassungsgericht seinen Sitz hat, hätten wir einen solchen Umgang nicht erwartet.

So Ralf Reichert, Geschäftsführer der Turtle Entertainment GmbH. Ich hoffe, das wird sich für die Parteien auswirken, und zwar nicht positiv. Am 7. Juni sind Wahlen, da geht noch was!

Update: netzpolitik.org spricht keine Wahlempfehlung für CDU/CSU aus.

Geschrieben am 26.05.2009 von Beate P. / Kommentare [10]

Zensursula kommt.

Geschrieben am 26.05.2009 von Beate P. / Kommentare [7]

Achtung bei Unterschriftenaktionen vor dem Stadion

Dieser Eintrag hat weniger was mit Fußball zu tun, eher mit Politik, die vor dem Stadion bzw. vor dem letzten Heimspiel des KSC gemacht werden könnte.

Derzeit werden bezahlte Promotoren für eine Unterschriftenaktion für ein Anti-Kinderporno-Gesetz gesucht, auch für Karlsruhe am kommenden Samstag, dem letzten Spieltag. Wahrscheinlich steckt da der Verein „Deutsche Kinderhilfe” dahinter, schreibt Alvar Freude. Jetzt hört sich der Verein und sein Vorhaben erstmal harmlos, evtl. sogar unterstützenswert an, doch man muss wissen, dass der Verein 2008 vom Deutschen Spendenrat ausgeschlossen wurde, und auch sonst fällt er eher durch dubiose Machenschaften auf.

Beim letzten Heimspiel von Arminia Bielefeld wollte der Verein auch schon Unterschriften sammeln, hat dies aber verboten bekommen. Da der KSC nur für das Stadiongelände entscheidungs- und weisungsbefugt ist, könnten sie auf den Platz um den Nackten Mann herum ausweichen. Also falls diese Leute auftauchen, am besten ignorieren, oder falls man angesprochen wird, antworten, dass das die falsche Lösung ist (warum Löschen statt Sperren besser ist, beschreibt auch der Foebud e.V. sehr schön). Und am besten gleich noch die richtige Petition unterschreiben, nämlich diese hier: Internet – Keine Indizierung und Sperrung von Internetseiten, die bereits über 85.000 Mitzeichner hat. Weitere Argumente gibt es auch auf zeichnemit.de.

Update 23.5.: Inzwischen hat der KSC geantwortet auf eine Anfrage von netzpolitik.org:

An uns als Verein ist keine derartige Anfrage herangetragen worden. Dies ist aber eventuell auch dahingehend zu erklären, dass wir nur für das Stadiongelände selbst diesbezüglich zuständig sind. Die in der Ankündigung thematisierten Örtlichkeiten sind im Bereich, in dem die Stadt angefragt werden müsste. Wir selbst haben vor einigen Tagen von der geplanten “Aktion” erfahren und haben mittlerweile sowohl die Polizeibehörde als auch die Stadtverwaltung in Form des Amtes für Bürgerservice und Sicherheit informiert.

Geschrieben am 18.05.2009 von Beate P. / Kommentare [7]

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