Initiative 'Pro KSC' - Support your local team

Nix los im Stadtblog, nix los in der Stadt außer tagelang von Schnee und Eis ungeräumten Wegen und 137 ruhenden Baustellen. Nix los auf den Bühnen, denn angesagte Indie-Bands spielen sogar lieber in Schorndorf, und auch nix los im Wildpark, wo man im letzten Halbjahr auch auf den Stehplatzrängen problemlos erst zum Badner-Lied ins Stadion kommen konnte und trotzdem fast freie Platzwahl hatte.

Nachdem die Image-Bemühungen für mehr Zuschauer- und Mitglieder-Zuspruch des Brettener Paule eher ein Rohrkrepierer waren, soll nun gegen die freien Plätze im Wildpark etwas getan werden. Eine Initiative »Pro KSC« hat sich gebildet, um den Blau-Weißen im bevorstehenden Abstiegskampf mehr Unterstützung zukommen zu lassen (Zitat):

»Die Initiative “Pro KSC” hat sich zum Ziel gesetzt, für die anstehenden Heimspiele einen möglichst vollen Wildpark zu erreichen.«

Erste Maßnahme zum Start: Am morgigen Samstag, den 8.1.2011, ein »Nausdappe« um 11:45 am Kronenplatz mit anschließendem Besuch des Testspiels gegen den Drittligisten FC Heidenheim auf einem Nebenplatz im Wildpark.

»Support your local team«, wie man so auf Neudeutsch sagt, bevor es zu spät ist und Spiele gegen Heidenheim Meisterschaftsspiele sind…

Geschrieben am 07.01.2011 von Ralf G. / Kommentare [1]

Weniger Verbrauch geht auch - KSC im Winterwunderland

Der KSC beteiligt sich an einer PR-Aktion ihres Hauptsponsors und geht gleich mit leuchtendem Beispiel voran: Der Energie-Verbrauch der Rasenheizung für den Trainingsplatz wurde auf Null gefahren, niemand fühlte sich dafür verantwortlich, die Rasenheizung des Trainingsplatzes einzuschalten. Bei ka-news kann man sich ein Video aus der Pressekonferenz mit Markus Schupp anschauen, in dem einem deutlich angefressenen Cheftrainer zu den Zuständen in Karlsruhe nur noch Sarkasmus einfällt.

Die Geschichte mit der Rasenheizung durften wir letzten Winter auch schon erleben, das ist die Fußballstadt Karlsruhe. Aber Trainingseinheiten auf Rasen werden überbewertet, wir aus Baden fahren Auswärtssiege auch ohne Training ein…

ksc.de

Geschrieben am 18.12.2009 von Ralf G. / Kommentare

Rezension „Im Wildpark“

Am Montag Abend wurde im Kap das neue Buch „Im Wildpark“ von Christian Pfefferle, Jens Fischer und Matthias Dreisigacker vorgestellt.

Dirk Böhme hat uns dazu eine Rezension zukommen lassen, vielen Dank!


„Gehsch naus?“ fragt der gemeine Karlsruher seit jeher, wenn er sich nach den Wochenendplänen fußballinteressierter Freunde erkundigt. Mit „naus“ ist natürlich stets nur der Wildpark gemeint, jener traditionsreiche Ort, an dem der Karlsruher SC (bzw sein Vorgänger FC Phönix) seit fast 90 Jahren seine Heimspiele austrägt. Wie in vielen anderen kleinen bis mittelgroßen Städten ist die Identifikation der Karlsruher mit „ihrem“ KSC groß; abhängig vom aktuellen Tabellenplatz sind die euphorischen Blau-Weiß-Schalträger gegenüber den „Bruddlern“ (karlsruherisch für Nörgler) in der Überzahl – oder eben umgekehrt.
Mit „Im Wildpark“ veröffentlichen nun die drei (teilweise Exil-)Karlsruher Matthias Dreisigacker, Jens Fischer und Christian Pfefferle, die den KSC seit frühester Jugend durch dick und vor allem dünn begleiten, einen wunderschönen Bildband, der viele Geschichten rund um das Wildparkstadion (wieder-)erzählt. Anders als in dem regelmäßig erscheinenden hervorragenden Magazin „Auf, ihr Helden!“, das Dreisigacker und Pfefferle herausgeben, stehen in den über 150 Abbildungen und zahlreichen Texten hier nicht die Spieler oder Vereinsoberen im Mittelpunkt, sondern die Menschen, die ihrem KSC seit Jahren und Jahrzehnten die Treue halten und selbst bei nasskalter Witterung zu Spielen pilgern, auch wenn die Wahrscheinlichkeit eines Sieges gering sein mag. Da KSC-Fans trotz niedriger Erwartungshaltung auf Enttäuschungen vorbereitet sind, herrscht dennoch vor fast jedem Heimspiel eine sehr angenehme, entspannte Atmosphäre. „Im Wildpark“ bildet diese Atmosphäre wunderbar ab.

Kuttenfans wie direkt aus den späten 70er Jahren sind hier ebenso dokumentiert wie die Familienfreundlichkeit seit Mitte der 90er, der auch die bittere Regionalligazeit oder die Tristesse der Zweitligajahre nichts anhaben konnten. Ob Fan oder ehrenamtliche Helfer: Diese Menschen sind es, die den KSC am Leben halten.

Die zahlreichen „urigen“ (=baufälligen) Ecken, die der echte Fan eigentlich gar nicht missen möchte, findet man ebenfalls wieder. An die unorganisierten Würstchen- und Bierstände oder das vor allem bei Spielern berüchtigte Trainingsgelände etwa wird man sich, wenn das Wildparkstadion in 50 (?) Jahren längst modernisiert oder – Gott bewahre – abgerissen sein wird, ganz bestimmt ebenso gerne erinnern wie an das dufte Niveau der sanitären Anlagen. Denn es ist nun mal auch der provinzielle Mief, der die Karlsruher mit dieser Sportanlage so verbindet.
„Im Wildpark“ beweist, dass es für das diffuse Gefühl der Geborgenheit, das man empfindet, wenn man „naus“ geht, eine Geschichte gibt, und dass viele Menschen seit Jahrzehnten dieses Gefühl teilen.

Dirk Böhme, 21.11.09

Christian Pfefferle / Jens Fischer / Matthias Dreisigacker
„Im Wildpark“
Bildband, 160 Seiten, 155 Abbildungen, Texte
Verlag „Block Eins“
21€

Geschrieben am 25.11.2009 von Beate P. / Kommentare [2]

Danke Ede!

Choreo im Wildpark

»Aber alles Herzblut hilft einem nichts, wenn es hart auf hart kommt. 2000/2001 war eine bittere Zeit für den KSC. Da habe ich die Erfahrung gemacht, dass auch 20, 30 Jahre in einem Verein einem nichts mehr nützen, wenn da irgendwelche Leute am Ruder sind, denen ein Gesicht nicht mehr passt. Das Geschäft ist wahnsinnig kurzlebig. Ich gebe mich also keinen Illusionen mehr hin.« (11 Freunde-Interview).

Bekanntlich liegt die Halbwertzeit für Ruhm und Ehre im Fußball noch unter der in der Politik üblichen, aber anlässlich der wenig stilvollen Entlassung von KSC-Trainer Ede Becker möchten wir dann doch noch ein »Danke Ede« los werden.

Die Bilanz der »Ära Ede« fällt bei vielen wg. des frischen ruhmlosen Abstiegs eher negativ aus. Man sollte aber nicht vergessen wo der Verein stand, als Ede Becker den Trainerposten übernahm und ihn wieder zurück in die Bundesliga geführt hat, mit geringen Mitteln. Das Aufstiegsjahr und die erste Saison in der Bundesliga waren großartig, mit Highlights wie den Auswärtssieg in Schalke und den Sieg im ersten Derby gegen die Brustring-Kicker aus dem Talkessel. Dafür ein »Danke, Ede«, auch wenn er den Abwärtstrend im letzten Jahr nicht aufhalten konnte, der letztendlich im Abstieg endete.

Im Grunde hätte man wohl am Ende der letzten Saison eine Zäsur durchführen und die Zweitligasaison mit frischer sportlicher Führung angehen sollen, dann hätte man sich das Theater nach dem 2. Spiel erspart.

Und nun bricht beim KSC das Chaos aus, aus allen Ecken kommen aktive und abgetakelte Gestalten aus der regionalen Politik und Reformhelden wie der Vater des Torhüters und melden Ansprüche auf Pöstchen an. Der Verwaltungsrat wacht aus seinem Tiefschlaf auf und möchte nun auch mal eine Rolle spielen.

Die Krönung des absurden Theater ist die in diesem Umfeld geborene Idee, bis Oktober keinen Trainer zu verpflichten, da ja theoretisch auf der Mitgliederversammlung ein neuer Vorstand gewählt werden könnte, der dann theoretisch einen neuen Manager einstellen könnte, und dann wäre da ein ungewollter Trainer. Tolle Idee, wir machen dann so lange Pause in der Liga bis die Befindlichkeiten im Vereinsumfeld geklärt sind. ;)

Die Zukunft sieht im Lichte dieser Geschehnisse nicht sonderlich rosig aus. Man hat den Eindruck, dass derzeit die ego-bedingten Kämpfe im Hintergrund wichtiger sind als Punkte und der sportliche Erfolg.

Geschrieben am 21.08.2009 von Ralf G. / Kommentare [1]

KSC beurlaubt Cheftrainer Ede Becker

hier die offizielle Pressemeldung des Karlsruher SC:

Das Präsidium des Karlsruher SC hat Trainer Edmund Becker mit sofortiger Wirkung beurlaubt.

“Wir haben in den vergangenen Tagen intensive Gespräche im Präsidium, mit dem Management und auch dem Trainer geführt. Dabei sind wir zu dem Entschluss gekommen, die Zusammenarbeit zu beenden”, erklärte KSC-Präsident Hubert H. Raase. “Wir gehen nicht im Unfrieden auseinander.”

Becker war seit dem 13. Januar 2005 Cheftrainer des Karlsruher SC. In der Saison 2006/2007 gelangen ihm in dieser Funktion die Meisterschaft in der zweiten Bundesliga und der Aufstieg in die Bundesliga.

Als Assistenz- und Nachwuchstrainer arbeitete ‚Ede’ Becker seit Juli 1990 im Verein. Als Spieler war Becker zwischen 1977 und 1986 für den KSC aktiv und erzielte hierbei in 94 Erstligaspielen und 63 Zweitligabegegnungen 19 Tore.

Ebenfalls mit sofortiger Wirkung beurlaubt wurde der bisherige Co-Trainer Ralf Becker. Ralf Becker war seit 2003, zunächst als Spieler und später als Scout sowie Co-Trainer, beim KSC unter Vertrag.

Die Trainingseinheiten wird bis auf Weiteres KSC II-Coach Markus Kauczinski leiten.

Geschrieben am 19.08.2009 von Oliver N. / Kommentare [3]

Tödlicher Unfall auf Kart-Rennbahn in Liedolsheim (Dettenheim)

Bei einem Rennen um die Deutsche Kartmeisterschaft auf der Rennstrecke in Liedolsheim (Dettenheim) ist heute Vormittag ein Fahrer ums Leben gekommen. In einer rechts Kurve sind zwei Fahrzeuge aneinander geraten. Dabei stießen ein holländischer und ein italienischer Fahrer zusammen. Der 19-jährige Holländer Thomas Knopper überschlug sich mehrfach und wurde dabei tödlich verletzt. Der Italiener ist schwer verletzt ins Krankenhaus eingeliefert worden. Nach dem Unglück wurden alle weiteren Rennen abgesagt.

Update 11.08.09 : Unser kleiner und nicht vertonter Filmbeitrag hat auf Youtube mittlerweile 50.000 Views erreicht.

Geschrieben am 11.08.2009 von Oliver N. / Kommentare [2]

Vor 100 Jahren: Phoenix Karlsruhe wird Deutscher Fußballmeister

[Bild: Wikipedia]

Wenn Tristesse die Gegenwart bestimmt, labt sich der gemeine Fußballanhänger gerne an den Heldentaten der Vergangenheit. Heute (30.5.2009) vor 100 Jahren gewann mit dem FC Phönix einer der Vorgängervereine die letzte Meisterschaft für den Wieder-Zweitligisten Karlsruher SC.

In Breslau siegte Phönix gegen Viktoria Berlin mit 4:2, die Süddeutsche Sportzeitung schrieb damals (zitiert aus »Sport in Karlsruhe: Von den Anfängen bis heute«, Bräunche u.a., Karlsruhe 2006, S. 192 f.):

»Die Karlsruher zeigten ein großartiges Zusammenspiel, vollendete Ballbehandlung und oft große Schußsicherheit. Was waren das für flotte Angriffe von der Stürmerreihe, an deren Flügel Oberle und Wegele für Tempo sorgten und in deren Mitte Noe, Leibold und Reiser den Zug nach dem Tore tatkräftig unterstützen. Schießen können alle fünf Stürmer, so dass die Torzahl auch hätte höher ausfallen können.«

Vor 1.500 Zuschauern im schlesischen Breslau gerieten die Karlsruher zunächst 0:1 in Rückstand, ehe Kapitän Arthur Beier mit dem Ausgleich sein Team zurück auf die Siegerstraße brachte. Nach vollbrachter Heldentat meldete Beier mit einem Telegramm (siehe Bild oben) den Sieg in die Heimat.

Zurück in die Gegenwart. Glorreiche altehrwürdige Tradition ist es bekanntlich, die im Selbstverständnis von Anhängern und Vereinen das eigene Team von auf-hopp-enden Emporkömmlingen in der Nachbarschaft unterscheidet. Zum hundertjährigen Jubiläum findet man deshalb beim KSC: Nichts. Keinen Jubiläumsartikel auf der Website, keine Devotionalien in Buch- oder Heftform, ganz zu schweigen von die Kasse füllenden »Goodies« für die Anhänger wie z.B. einem Retro-Trikot von 1909. Das ist Marketing, das eines Vor-kurzem-noch-Bundesligisten absolut unwürdig ist. Aber es unterlässt kein Verantwortlicher, stets ein Wehklagen ob der eigenen leeren Kassen anzustimmen. Das wundert den Betrachter nicht, das mit den leeren Kassen…

[Update] Muss man denn immer erst laut werden, gibt ja doch was beim KSC: »DEUTSCHER MEISTER 1909 – DAS FINALE«

Geschrieben am 30.05.2009 von Ralf G. / Kommentare

Auf Wiedersehen, Bundesliga!

Letztes Bundesligaspiel in Karlsruhe

Vor dem Spiel herrschte noch eine hervorragende Stimmung im Wildpark, schließlich war mit Hertha BSC der offizielle Zweitlieblingsklub zu Gast im Wildpark. Und der überraschende Auswärtssieg in Bremen hatte noch einmal den Hauch einer Chance eröffnet.

Abstieg, Danke und Auf Wiedersehen!

Zwei Stunden später war trotz eines 4:0-Sieges alles vorbei, die »charakterlosen Laumänner« von Bayer Leverkusen verweigerten die Schützenhilfe und ließen sich in Cottbus abschlachten. Damit stand Abstieg Nr. 6 fest und der Mannschaft, die sich nun in alle Winde zerstreut, blieb nur noch: Danke sagen und verabschieden.

Verspielt wurde die Bundesliga in der langen Phase ohne Torerfolg und in den Spielen gegen die anderen »Gurkentruppen« der Liga wie Bielefeld, Cottbus oder Hannover.

Ob dem Abstieg nun personelle Konsequenzen in der sportlichen Führung folgen sollen, entzweit den Anhang derart, dass dieser sich gegen Ende des Spiels im A4-Block untereinander prügelte…

Letztendlich sprechen mindestens ebenso viele Fakten für einen personellen Neuanfang wie für ein Weitermachen mit der alten Führung. Die Frage ist, ob ein bekümmert dahergebruddeltes »wir haben ja nix in Karlsruhe und Bundesliga ist ein Geschenk der Götter, Mittelfeld der 2.Liga ist auch ganz schön« der Anspruch ist, den ein Gründungsmitglied der Bundesliga an sich selbst haben sollte. Und ob an »wir haben ja nix« in zwei Jahren Bundesliga nicht etwas geändert hätte werden können.

Wie auch immer, das Gute am Fußball ist ja, dass nach jeder Saison die nächste folgt. Noch 74 Tage bis zum Saisonstart der 2. Bundesliga…

Geschrieben am 24.05.2009 von Ralf G. / Kommentare [4]

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