Firmen fischen für die Pamina-Region
"2in1" heiß nicht in jedem Fall "Shampoo plus Pflegespülung". "2in1" ist auch die zentrale Botschaft des Standortmarketing- Projekts PEP, mit dessen Hilfe die Wirtschaftsförderer des binationalen Pamina-Raums die Region Südpfalz, Mittlerer Oberrhein und Nordelsass für Unternehmen aus aller Welt interessant machen wollen. Denn über den einen Ansprechpartner PEP erhalten Firmen, die sich in Europa ansiedeln wollen, Zugang zu gleich zwei der größten EU-Märkte: Zu Frankreich und zu Deutschland.
Seit 2002 hat die Europäische Union das von der Wirtschaftsförderung Karlsruhe getragene Projekt "Promotion de l’Espace Pamina" mit insgesamt 150.000 Euro unterstützt, die gleiche Summe steuerten die Regionalpartner bei. Nun läuft die Förderung aus und eine virtuelle PEP-Agency übernimmt die Trägerschaft. Das heißt konkret: Wirtschaftsförderer aus dem Pamina-Raum stehen ansiedlungsinteressierten Firmen auch weiterhin per Internet und E-Mail als Ansprechpartner und Kontaktvermittler zur Verfügung.
Wir haben rund 3.000 Firmen in Finnland, Polen, Österreich, China und in den USA in einer Mailing-Kampagne angeschrieben
, erläuterte der Leiter der Wirtschaftsförderung Karlsruhe, Dr. Horst Zajonc, am Mittwoch vor Medienvertretern, dass bislang neben einer Broschüre mit Informationen zur Wirtschaftsregion auch der dreisprachige Internetauftritt www.pamina-pep.com realisiert werden konnte. In alle fünf Zielregionen gebe es bereits Kontakte, vielen Managern und Politikern als wichtigen Multiplikatoren sei die Pamina-Region schon ein Begriff. Auf die Mailingaktion erhofft sich Dr. Zajonc rund 30 ernsthafte Reaktionen. Wer nicht kämpft, hat schon verloren
, lautet seine Devise. Der Pamina-Raum sei zwar eine starke Wirtschaftsregion, auf den Lorbeeren ausruhen könne man sich aber nicht.
Unterstützung erhält das PEP-Projekt, wie Dr. Theo Koffler von der Industrie- und Handelskammer Pfalz erläuterte, auch von 18 im Pamina-Raum ansässigen, international bekannten Unternehmen wie DaimlerChrysler, Michelin oder Pfizer. Dieses "Advisory Board" sei nicht nur als Ratgeber für PEP wichtig, sondern fördere auch die grenzüberschreitenden Beziehungen zwischen den Firmen. (pm)
Geschrieben am 25.03.2004 von Beate P. /