Goodyear-Brand: Schaden im zweistelligen Millionenbereich

Beim Grossbrand in Philippsburg waren und sind immer noch Feuerwehreinheiten aus dem gesamten Landkreis Karlsruhe vor Ort. Unterstützt wurden sie von Kräften der Berufsfeuerwehren Karlsruhe und Mannheim und verschiedenen Werkfeuerwehren, darunter der BASF Ludwigshafen. Zeitweise waren bis zu 500 Feuerwehrleute mit 100 Fahrzeugen im Einsatz.

Brand in Phillipsburg

Nachdem zunächst knallartige Geräusche in der Halle zu hören waren, brannte die Außenhaut und das Dach des Gebäudes durch. Wegen der enormen Hitzentwicklung und umherfliegender Trümmer mussten die Einsatzkräfte zunächst zurückgezogen werden. Da sich abzeichnete, dass das Gebäude nicht mehr zu retten war, wurde die Lagerhalle aufgegeben und der Einsatz auf den Schutz der Produktionsbereiche konzentriert. Dieser konnte von der Feuerwehr gehalten werden.

Aufgrund der erheblichen Rauchentwicklung waren die beiden Gefahrgutzüge des Landkreises in Windrichtung unterwegs, um Proben zu nehmen. Diese ergaben jedoch lediglich Konzentrationen, die weiter unter den Grenzwerten liegen. Schulen und Kindergärten in einigen umliegenden Gemeinden werden dennoch am Mittwoch geschlossen bleiben.

Zeitweise wurde in Erwägung gezogen, für die Brandbekämpfung auch einen Hubschrauber der Bundeswehr mit einem Außenlastbehälter einzusetzen. Nachdem von einem nahegelegenen See eine Wasserversorgung aufgebaut wurde, soll das Feuer in der völlig zerstörten Halle nun mit einem massiven Schaumeinsatz bekämpft werden.

Die Löscharbeiten, bei denen derzeit noch immer rund 250 Feuerwehrleute im Einsatz sind, werden sich wenigstens bis morgen hinziehen.

Das Deutsche Rote Kreuz unterstütze die Feuerwehr mit 68 Helfern. Zwei Feuerwehrleute und ein Werksangehöriger mussten vor Ort betreut werden. Nach Auskunft der Werksleitung wird sich der Schaden deutlich im zweistelligen Millionenbereich bewegen. Man ist jedoch zuversichtlich, die Produktion relativ rasch wieder aufnehmen zu können. (Text und Bild: Feuerwehr)

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Geschrieben am 10.03.2004 von Beate P. /

Kommentare

  1. Es war schon erschreckend

    Bewohner von Philippsburg · 11. März 2004, 12:58 · #

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