Autobahnraser-Prozess: Der Staatsanwaltschaft droht das Ruder zu entgleiten

Der 34-jährigen Angeklagten soll durch Drängelei auf der Autobahn für den Tod der 21-jährigen Frau und ihrer Tochter verantwortlich sein. Doch außer Indizien und Eventualitäten kann die Staatsanwaltschaft bis zum heutigen Verhandlungstag nichts vorbringen. Selbst die Hauptbelastungszeugen der Staatsanwaltschaft winden sich in Widersprüchen und Erinnerungslücken. Die Vorsitzende Richterin Brigitte Hecking wird heute mit den Worten: Ich habe allmählich die Schnauze voll. zitiert. Langsam wird auch Kritik an den Ermittlungsbehörden laut - so soll es weitere mögliche Täterfahrzeuge geben, die dazugehörenden Anhaltspunkte aber nicht weiter verfolgt worden sein. Nachdem anfangs schon die Gutachten für den Angeklagten sprachen, wird eine Verurteilung immer unwahrscheinlicher. (gh)

Geschrieben am 13.02.2004 von Oliver N. /

Kommentare

  1. Wollte die Staatsanwaltschaft heute nicht "richtige" Beweise vorlegen?

    Frank · 13. Februar 2004, 15:23 · #

  2. Und keiner berichtet über eine eventuelle Mitschuld der jungen Frau? Hatte sie sich denn korrekt verhalten?

    Matthias · 16. Februar 2004, 09:22 · #

  3. Doch das wurde schon berichtet. Der Spurwechsel von der linken auf die mittlere Spur könnte laut Gutachten ein normaler Fahrbahnwechsel gewesen sein. Man geht davon aus, dass der Kleinwagen erst auf der mittlere Spur ins Schleudern geraten ist. Da es keine Berührung der Fahrzeuge gab, ist es unumstritten ein Fahrfehler gewesen, der eventl. natürlich provoziert worden ist. Aber, hier sollte man auch - unabhängig von der Tragik die dieser Unfall verursachte - nachdenken. Fahrfehler sind eigene verursachte Fehler, auch wenn mich dazu jemand "drängt". Der Fehler wurde schlußendlich von mir "gesteuert". Das ganze Verfahren erinnert mich eher an die mittelalterlichen Hexenverbrennungen. Es wird einfach ein Schuldiger auf "Teufel komm' raus" gesucht. Vielleicht auch um die Diskussion der Geschwindigkeitsbeschränkungen auf Deutschen Autobahnen zu vermeiden...

    Maria Lumm · 16. Februar 2004, 09:36 · #

  4. Hallo zusammen, es ist sicherlich schlimm was dort passiert ist, der Tod einer jungen Frau und Ihrer Tochter. Man wünscht sich selber als Angehöriger so etwas nie zu erleben z.B. als Ehemann, Mutter etc. Aber was ist denn mit dem Beschuldigten, ist er nicht eine arme Sau? Welche Beweise gibt es gegen Ihn? Sind Indizien wirlich Beweise oder nur der mühesame Versuch der Staatsanwaltschaft einen möglichen Unschuldigen hinter Gitter zu bringen? Meiner Meinung gilt hier: Im zweifel für den Angeklagten. Außerdem, weiß doch jeder der auf der linken Spur "lahm wie ein Schnecke" ist, das wenn ein Fahrzeug mit hoher Geschwingkeit sich nähert, platz zu machen ist. Wo möglich hat die Frau den Unfall auch selbst mit verschuldet? Ich halte den Przoess gegenüber den angeklagten als Fehlgriff. Man sollte den Angeklagten freisprechen! Mfg. Thomas Tören

    Thomas Toeren · 16. Februar 2004, 14:01 · #

  5. Die Frau hast sich erschrocken und war selber Schuld und nicht der Mann!!!

    Madlen · 13. Juni 2004, 17:31 · #

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