Krieg der Outlet-Center

Die Diskussion um das Fabrikverkaufszentrum (FOC) im elsässischen Roppenheim schlägt wieder größere Wellen. Am Mittwoch war die öffentliche Anhörung im Elsass zu Ende. Während es vor einigen Wochen noch nach einer klaren Abfuhr für das 40 Millionen Euro teure und 24.000 Quadratmeter große FOC ausgesehen hat, könnte sich das Blatt zu Gunsten des britischen Investors Freeport wenden, schreibt Baden Online. "Baust du mir eins vor die Nase, bau ich dir eins vor die Grenze." Im Falle einer Genehmigung droht nun das Regierungspräsidium in Karlsruhe mit einer Neuauflage des Verkaufszentrums auf dem Baden-Airpark.

Der Investor Freeport Leisure visiert im elssäsischen Roppenheim 80 Prozent deutsche Einkäufer an, mehr als 600 neue Arbeistplätze würden auf beiden Seiten der Grenzen entstehen, so Le point Eco. Doch die badischen Grenzorte wehren sich wehement gegen das Projekt. Denn die deutschen Einzelhandelsvorhaben sollen innerhalb von Mittelzentren entstehen und damit an integrierten Standorten. "Ziel ist die Erhaltung der Handelsnutzung in den zentralen Lagen unserer Städte, sei es in Rastatt, Landau oder Hagenau", betont der Regional Verband Mittlerer Oberrhein.

Geschrieben am 16.01.2004 von Oliver N. /

Kommentare

  1. Könnte auch jemand mal die Konsumenten fragen? Ich bin mir sicher, das die Kunden links und rechts des Rheins dieses Projekt begrüßen würden. Das Volvic kaufen die meisten sowieso schon in Louterbourg ein.

    Klaus · 16. Januar 2004, 19:16 · #

  2. ECE Center Karlsruhe, Cite in Baden-Baden. Postgalerie Karlsruhe. Da stehen doch andere Interessen im Spiel. Bei 24.000qm kann man sich leicht vorstellen, dass die vorgenannten "Einkaufsmagneten" nicht mehr ein so überwältigtes Interesse beim Konsumenten wecken würde.

    Gustav Will · 17. Januar 2004, 17:41 · #

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