Kommunalwahlbeobachtungen 2014 (II)

Mittlerweile ist die Stadt und dort vor allem in der City gut mit Wahlplakaten zugehängt und zugestellt. Die CDU will es in allen Politikfeldern besser machen, die SPD will spitze sein, die KAL hat wieder einmal Lust auf Stadt, der FDP ist viel wichtig an Karlsruhe, bei den FW werden die Karten neu gemischt, die GfK versucht es mit Personalpronomen „Du-Ich-Wir“ in falscher Reihenfolge, die Piraten wollen ein bewegtes, organisiertes und digitales Karlsruhe, bei den Grünen spielt alles im „Hier“ und die PARTEI nimmt satirisch die CDU aufs Korn und ist noch besser. Von der AfD ist bezüglich Kommunalwahlen noch nichts zu sehen. Die Linken machen sich es leicht, indem sie Kombiplakate nehmen, die sowohl für die Europawahl und die Kommunalwahl gelten.

Knapp vier Wochen vor der Wahl wird sicher noch verdichtet an Plakaten und die zweite und dritte Auflage platziert. Ob diese dann besser sind, sich nicht auch größtenteils in Allgemeinplätzen verlieren, muss man bezweifeln. Es fällt auf, dass sich kaum richtig inhaltlich positioniert wird. Die SPD versucht es derzeit noch am konkretesten mit ihren Motivplakaten zum Nahverkehr, Arbeitsplätzen und Betreuungsangebot. Die SPD selbst, ist mit ihren Kandidatenplakaten in den Stadtteilen sehr präsent und hebt ihre vier Spitzenkandidaten besonders hervor. Die FDP versucht sich dieses mal auch mit Großplakaten zur Kommunalwahl, wohl um die vermeintliche Wahlniederlage irgendwie so klein wie möglich zu halten.

Ein paar Highlights an Plakaten gibt es aber: Ein Schäferhund kandidiert für die FDP, der „Zwillingsbruder“ von Schauspieler Axel Prahl kandidiert für die GfK. Die KAL-Plakate sind immerhin plakativ und heben sich gegenüber den Mitbewerbern hervor. Aber ein wirklich gutes Plakat mit „Aha-Effekt“ gibt es nicht. Dafür muss man beim Die PARTEI „Noch besser“-Plakat schmunzeln. Und das ist ja heutzutage auch schon etwas. Warten wir ab, was noch kommt.



Geschrieben am 29.04.2014 von Swen Kraus /

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