Streetart-Schutzgebiet

Seit zwei Studentinnen der HfG im August letzten Jahres im Rahmen des Projekts “wir.ag” einen Aufkleber entworfen haben, der neben dem Streetart-typischen Bambi-Konterfei auch die Aufschrift “Streetart-Schutzgebiet” trägt, findet sich das Schutzschild immer öfter im Karlsruher Straßenraum. Ursprünglich war es wohl dazu gedacht, der Passanten Blicke auf die teils meisterhaften Kleinkunstwerke im öffentlichen Straßenraum zu lenken. Dies scheint teilweise zu funktionieren, langlebiger ist die Streetart dadurch jedoch nicht geworden. Nicht nur, dass die Herren und Damen von BuS und Stadtreinigung ihrem Dienst nachgehen, auch unter den Künstlern scheint das Bambi-Schild nicht allzu beliebt zu sein und so kommt es, dass eine eigentlich zum Schutze bedrohter Arten erdachte Erfindung sich selbst am Aussterben befindet.

Doch wo der eine die Segel streicht steht ein Anderer schon parat: Die Telekom bemüht sich momentan, im Stadtgebiet 500 neutralgrau gestrichene Streetart-Schutzgebiete zu schaffen, alle an markanten Stellen im Stadtbild und mit genug Platz auch für großflächige Werke.

Geschrieben am 12.07.2007 von Rene Herb /

Kommentare

  1. Oh-oh. Damit werden sie bei der Telekom aber nicht einverstanden sein ;)

    Die grauen Kästen der Stadtwerke haben jedenfalls immer die drohende Aufschrift “Bekleben verboten! 303 StGB!”.

    Fred · 13. Juli 2007, 10:01 · #

  2. Hier noch ein neuer Artikel zur Geschichte der Street-Art: Street Art: Die Straße als Medium

    Beate · 15. Juli 2007, 19:42 · #

  3. der gezeigte spot nennt sich
    dslAM aus gegenem Anlass hatte ich das heute ergoogelt siehe hp link

    WWW.6reetings_from__-_-__.4rtist.com

    4rtist.com · 25. Juli 2007, 01:20 · #

  4. Es handelt sich scheinbar wirklich um Digital Subscriber Line Access Multiplexer.

    Beate · 25. Juli 2007, 13:27 · #

  5. Die Outdoor DSLAMs sind für VDSL (und vermutlich auch fuer DSL in der Glasfaser verseuchten Innenstadt)

    eckes · 1. August 2007, 23:17 · #

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