Bereits im Juni 2010 hatten wir es hier davon, dass der KVV doch twittern solle. Vor ein paar Tagen tauchte nun unter dem Kürzel @kvvinfo ein Twitteraccount auf, der – zumindest am Anfang – recht offiziell wirkte. Nach einigen Tagen kam dann raus, dass er es nicht ist, ein anderer Twitterer hatte beim KVV nachgefragt, und die wussten von nichts. Heute kam dann plötzlich ein Abschiedstweet:
Die Antworten darauf ließen nicht lange auf sich warten und sprechen für sich:
– Daher der Tipp an Unternehmen: besser gleich selbst machen :) Inzwischen hat sich Jonathan Müller auch geoutet und hat darüber gebloggt: „Der Quickie mit dem KVV“.
Das vom Kulturamt alle zwei Monate veranstaltete Kulturfrühstück in einem Restaurant am Marktplatz widmete sich dieses mal dem Thema „freie Kulturszene“. Die für Kulturfrühstück Verhältnisse relativ gute Besucherresonanz ließ hoffen, dass es eine informative und gute Diskussion zwischen den freien und der Kulturamtschefin Dr. Asche werden könnte.
Doch es kam anders. Im Laufe des Morgens überkam einem der Gedanke, alles schon einmal gehört zu haben. Bei anderen Veranstaltungen, bei früheren Kulturfrühstücken oder kulturpolitischen Podiumsdiskussionen zu den verschiedenen Wahlen.
Interessanterweise wurde zu Beginn überhaupt nicht darüber diskutiert, wer denn zur „freien Kulturszene“ gehört. Also musste man davon ausgehen, dass dies allen Beteiligten eindeutig klar war. Dabei ist das überhaupt nicht eindeutig. Für manche gehört z.B. die bezuschusste Soziokultur nicht zur „freien Szene“, wiederum kennt man Meinungen, die behaupten, dass gewerbsmäßig geführte Galerien unbedingt zur „freien Szene“ gehören müssten. Von der Clubkultur mal ganz zu Schweigen. Aber gut, Dr. Asche räumte immerhin ein, dass dieses Thema für sie fremdes Terrain sei. Wie lange ist sie schon Kulturamtschefin?
Letztlich ging es bei der Diskussion nicht um den Stellenwert der „freien Kulturszene“ für die Stadt, sondern jeweilige Kulturbetreiber beschrieben ihre Probleme in erster Linie mit der Polizei, dem Ordnungsamt und den Anwohnern. Hauptproblem Lärm! Alles schon einmal gehört. Dabei fokusierte es sich um den Werderplatz. KOHI und BENTO überlagerten die ganze Veranstaltung. Es ist ein Problem, aber in so ausgiebiger Form beim Kulturfrühstück? Falscher Ort. Denn wenn man als Ergebnis herausbekommt, dass sich alle Beteiligten vor Ort treffen müssten, dann hätte man das auch schon so vorher angehen können.
Immerhin konnte sich ein „Vertreter“ von Kavantgarde noch äußern, der sich weniger beschwerte, sondern darüber sprach, warum es sie überhaupt gibt.
Die Kulturinstitutionen arbeiteten nicht zusammen. HFG nicht mit der Kunstakademie. Kunstakademie nicht mit dem Staatstheater. Kunstakademiekünstler/-studenten hätten Schwierigkeiten mit der Stadt oder dem Staatstheater, finden kaum Ateliers. Dafür soll dann der „alte Schlachthof“ herhalten. Alles schon mal gehört.
Zuletzt mußte noch schnell die Nancy-Hallen Problematik für die „UND“ abgehandelt werden und die wirklich spannende Frage wurde überhaupt nicht erörtert. Eine Vertreterin der Produzentengalerie V8 sprach nämlich die große Diskrepanz von ZKM-Zuschüssen und Zuschüsse für die „Freien“ an. Das hätte dann richtig spannend werden können. Hätte! Aber die Zeit war schon zu fortgeschritten.
Überraschend war die Aussage von Dr. Asche, dass die „freie Kulturszene“ stark vom Kulturamt und Gemeinderat unterstützt werde. Wie sich das konkret darstellt, sagte sie nicht. Die freien Künstler sollten mit den Kulturzentren zusammenarbeiten, wie das demnächst im Substage mit dem „Kavantgarde“ geschehen wird.
Für dieses Kulturfrühstück-Thema hätte mehr herauskommen müssen, als hauptsächlich über die Lärmproblematik von Kulturveranstaltungen zu sprechen. Es wurde eine große Chance vertan über den Stellenwert der „freien“, Off-, oder Subkultur für die Stadt zu diskutieren. Es wird alles so bleiben wie es ist. Die „Freien“ machen ihr Ding, mit oder ohne Stadt. Ab und zu gibt es Projektzuschüsse, während die großen und mittleren Kulturbetriebe weiterhin recht gut finanziell aus dem Vollen schöpfen können. Alles schon einmal gehört.
Geschrieben am 1. Juni 2011, 15:54 von Swen Kraus / Kommentare [4]
Nix los im Stadtblog, nix los in der Stadt außer tagelang von Schnee und Eis ungeräumten Wegen und 137 ruhenden Baustellen. Nix los auf den Bühnen, denn angesagte Indie-Bands spielen sogar lieber in Schorndorf, und auch nix los im Wildpark, wo man im letzten Halbjahr auch auf den Stehplatzrängen problemlos erst zum Badner-Lied ins Stadion kommen konnte und trotzdem fast freie Platzwahl hatte.
Nachdem die Image-Bemühungen für mehr Zuschauer- und Mitglieder-Zuspruch des Brettener Paule eher ein Rohrkrepierer waren, soll nun gegen die freien Plätze im Wildpark etwas getan werden. Eine Initiative »Pro KSC« hat sich gebildet, um den Blau-Weißen im bevorstehenden Abstiegskampf mehr Unterstützung zukommen zu lassen (Zitat):
»Die Initiative “Pro KSC” hat sich zum Ziel gesetzt, für die anstehenden Heimspiele einen möglichst vollen Wildpark zu erreichen.«
Erste Maßnahme zum Start: Am morgigen Samstag, den 8.1.2011, ein »Nausdappe« um 11:45 am Kronenplatz mit anschließendem Besuch des Testspiels gegen den Drittligisten FC Heidenheim auf einem Nebenplatz im Wildpark.
»Support your local team«, wie man so auf Neudeutsch sagt, bevor es zu spät ist und Spiele gegen Heidenheim Meisterschaftsspiele sind…
Geschrieben am 7. Januar 2011, 13:06 von Ralf G. / Kommentare [1]
Auf der Liedolsheimer Kartbahn, die vom Touring-Club Liedolsheim (TCL) betrieben wird, findet an diesem Wochenende das Open-Air-Konzert „Die Kartbahn rockt“ statt. Dort wollte die Piratenpartei einen Infostand betreiben, der ihr vom Veranstalter des Konzerts auch genehmigt worden ist. Jedoch hatten sie nicht mit dem Wiederstand von Siegfried Lehr, Vorsitzender des Vereins Touring Club Liedolsheim und Betreiber der Kartbahn gerechnet. Da Herr Lehr auch 1. Vorsitzender der SPD Dettenheim ist, verhinderte er den Stand kurzerhand und drohte sogar damit, das Open-Air-Konzert in den kommenden Jahren verhindern zu wollen. Um diese wichtige Einnahmequelle für die IG Mofarennen nicht zu gefährden, mussten die Piraten ihren Stand an die öffentliche Straße verlegen, wo sie ihre Präsente verteilen konnten. Eine wirklich peinliche Aktion des SPD-Vorsitzenden…
[Update]: jetzt auch bei gulli.com: „SPD-Chef erpresst Festivalveranstalter, um Infostand der Piraten zu verhindern!”
Geschrieben am 14. August 2010, 12:07 von Beate P. / Kommentare [3]
Wie sollen sie sonst auf die vielen Beschwerden über Twitter eingehen?
Dabei wird In den Karlsruher Firmen doch schon recht aktiv getwittert: z.B. bei dm sind Sundance und Alverde dabei, und sogar auch das Stadtmarketing KA (wobei das sicher noch ausbaubar ist :))
Geschrieben am 14. Juni 2010, 18:16 von Beate P. / Kommentare [1]
Auch das ZKM hat sich auf die WM vorbereitet und die Installation »SCHLAND« von Constantin Scholz aufgestellt, bei der die einzelnen Töne der deutschen Nationalhymne durch Metallklöppel erzeugt werden, die an Bierflaschen befestigt sind.
Peter Weibel: »Die Idee ist, dass mit Hilfe der Bierflaschen-Installation die deutsche Nationalhymne im Foyer des ZKM erklingt, sobald die deutsche Mannschaft ein Spiel gewinnt. Man muss nämlich davon ausgehen, dass so eine WM auch ein Trinkerlager ist, so dass also Bierflaschen und Flaschenköpfe eine angemessene Allianz eingehen.«
Geschrieben am 11. Juni 2010, 15:26 von Beate P. / Kommentare [1]
Am Sonntag, den 25. April ab 11:00 Uhr wählen die Mitglieder der Piratenpartei aus Land- und Stadtkreis Karlsruhe im Brauhaus „Kühler Krug“, Wilhelm-Baur-Straße 3a in Karlsruhe, ihre Bewerber für die Landtagswahl am 27. März 2011.
Gäste und Pressevertreter sind herzlich eingeladen, teilt die Piratenpartei mit. Bei dieser Gelegenheit können Bürgerinnen und Bürger aus Karlsruhe und dem Umland ebenso wie die Presse die Kandidaten der Piratenpartei kennen lernen und mit ihnen ins Gespräch kommen.
„Bedingt durch das Wahlsystem in Baden-Württemberg müssen wir in jedem der
70 Wahlkreise einen Bewerber aufstellen. Und wir haben vor, diese Gelegenheit zu nutzen, denn wir wollen bereits im ersten Versuch den Landtag entern“, sagte Bernd Eckenfels, Politischer Geschäftsführer des Bezirksverbands aus Karlsruhe.
Genauer Ablauf:
Wahlkreise 27 KA-I und 28 KA-II
Akkreditierung um 11:00 Uhr
Beginn der Versammlung um 11:30 Uhr
Geplantes Ende um 13:00 Uhr
Wahlkreis 30 Bretten
Akkreditierung um 13:00 Uhr
Beginn der Versammlung um 13:15 Uhr
Geplantes Ende um 14:00 Uhr
Wahlkreis 29 Bruchsal
Akkreditierung um 14:00 Uhr
Beginn der Versammlung um 14:15 Uhr
Geplantes Ende um 15:00 Uhr
Wahlkreis 31 Ettlingen
Akkreditierung um 15:00 Uhr
Beginn der Versammlung um 15:15 Uhr
Geplantes Ende um 16:00 Uhr
Die Einteilung der Gemeinden in Wahlkreise hat sich seit der letzten
Landtagswahl geringfügig geändert und kann auf der Informationsseite des
Landesinnenministeriums nachgelesen werden.
Da sich die Piratenpartei der Transparenz verpflichtet fühlt, stehen eine
Liste der bereits gemeldeten Kandidaten und Helfer sowie Informationen zur
internen Planung frei zugänglich auf der zugehörigen Webseite bereit.
Geschrieben am 21. April 2010, 23:32 von Beate P. / Kommentare [7]
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